16. Bielefelder Kabarettpreis – 2013

1. Preis und Publikumspreis: Martin Zingsheim (Köln)

„Zu seiner Liebsten sagt er: ‚Die Welt ist ein Supermarkt, mein Schatz, allerdings ohne Treuepunkte.‘ Er liest Dostojewski wie Lothar Matthäus: selten. Das benötigt der Esoterik-Hasser auch nicht, um den Zeitgeist am Klavier zu sezieren. Denn nicht nur sein Instrument beherrscht er perfekt, sondern auch die Sprache. ‚Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht. Da kann man auch sagen: Tagüber geht’s.‘ – Publikum und Jury sind sich sicher: Martin Zingsheim überzeugt zu jeder Tageszeit.“ (Begründung der Jury)

www.zingsheim.com

 

2. Preis: Maxi Gstettenbauer (Köln)

„Sein Körper bekommt nach eigenen Angaben nicht genug Testosteron zusammen, um seine Wangen zu beborsten. Er lebt in der realen Welt: der, in der Vampire verbrennen und nicht glitzern. Sein Hirn weint, wenn er Zeitung lesen soll, das Publikum tat es vor Lachen. Maxi Gstettenbauer gefällt uns und glitzert auf dem zweiten Platz.“ (Begründung der Jury)

www.maxigstettenbauer.de

 

3. Preis: Alain Frei (CH-Solothurn/Köln)

„‚Erzähl doch mal was Lustiges auf Schweizerdeutsch‘, fordern ihn Deutsche auf. Lustig ist er ganz ohne Schweizerdeutsch, weil er über sich und die Schweiz lachen kann. ‚In Deutschland wird man auf der Autobahn geblitzt, in der Schweiz wird man gemalt.‘ Sollte Alain Frei gemalt werden, es wäre das Bild eines Komikers, der sein Fach beherrscht.“ (Begründung der Jury)

www.alainfrei.de

Nominiert waren ferner:
Özgür Cebe, Bonn
Tobi Kunze, Hannover
Aydin Isik, Köln